Der dritte Brief des Johannes


Der dritte Brief des Johannes ist das kürzeste Buch im Neuen Testament, bietet jedoch einen wertvollen Einblick in das frühe Gemeindeleben und die Bedeutung christlicher Gastfreundschaft und Integrität. Geschrieben vom Apostel Johannes an einen Gläubigen namens Gaius, stellt der Brief die treuen Taten einiger Gemeindemitglieder dem Stolz und Widerstand anderer gegenüber. Ihr zentrales Thema ist die Bedeutung, wahre Evangeliumsarbeiter zu unterstützen und in der Wahrheit zu wandeln.

Johannes beginnt damit, Gaius für seine geistliche Gesundheit und sein treues Leben zu loben. Er freut sich zu hören, dass Gaius in der Wahrheit wandelt und Liebe praktiziert, indem er reisende christliche Missionare willkommen heißt und unterstützt. Diese Arbeiter waren im Namen Christi ausgegangen und nahmen keine Hilfe von Ungläubigen an, weshalb Johannes Gaius ermutigt, weiterhin mit ihnen als Ausdruck wahrer Gemeinschaft zusammenzuarbeiten.

Im Gegensatz dazu warnt Johannes vor einem Mann namens Diotrephes, der sich weigert, apostolische Autorität anzuerkennen, böswillig spricht und sogar gläubige Gläubige aus der Versammlung ausschließt. Diotrephes' Stolz und Spaltung werden verurteilt, und John plant, ihn zu konfrontieren, falls er zu Besuch kommt. Diese scharfe Warnung zeigt, dass Führung ohne Demut das Zeugnis und die Einheit der Versammlung gefährdet. Johannes lobt auch einen weiteren Gläubigen namens Demetrius, über den alle sprechen und im Einklang mit der Wahrheit leben. Indem sowohl gute als auch schlechte Beispiele hervorgehoben werden, ermutigt der Brief die Gläubigen, das Gute und Treue nachzuahmen, nicht das, was stolz und eigennützig ist.

Der Brief endet mit dem Wunsch von Johannes, von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, statt mit Tinte und Stift. Der dritte Brief des Johannes bekräftigt, dass Wahrheit, Liebe und Gastfreundschaft im christlichen Leben wesentlich sind und dass treue Unterstützung der Evangeliumsarbeiter ein wesentlicher Ausdruck des Gehorsams gegenüber Christus ist.

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I. Einleitung und Begrüßung – 3 Johannes 1,1–4
A. Der Älteste spricht den geliebten Gaius an – 3 Johannes 1,1
B. Gebet für Gaius Gesundheit und Wohlstand – 3 Johannes 1,2
C. Lob für das Wandeln in der Wahrheit – 3 Johannes 1,3–4
II. Lobeswürdigung von Gaius Gastfreundschaft – 3 Johannes 1,5–8
A. Treue bei der Gastfreundschaft – 3 Johannes 1,5–6
B. Ermutigung, reisende Arbeiter zu unterstützen – 3 Johannes 1,6–8
III. Verurteilung von Diotrephes Stolz – 3 Johannes 1,9–10
A. Diotrephes lehnt die apostolische Autorität ab – 3 Johannes 1,9
B. Diotrephes behindert Gastfreundschaft und vertreibt die Gläubigen – 3 Johannes 1,10
IV. Lob von Demetrius gutem Zeugnis – 3 Johannes 1,11–12
A. Aufruf, das Gute und nicht das Böse nachzuahmen – 3 Johannes 1,11
B. Lob für Demetrius durch alle – 3 Johannes 1,12
V. Fazit und abschließende Grüße – 3. Johannes 1,13–15
A. Er hofft, bald von Angesicht zu Angesicht zu sprechen – 3. Johannes 1,13–14
B. Abschließender Gruß – 3. Johannes 1,15


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